Ökodesign fördert Nachhaltigkeit im Co-Engineering
Fachartikel | September 30, 2022
Der Übergang zur E-Mobilität wird in der Branche als Quantensprung gewertet. Er birgt das Potenzial der umweltfreundlicheren Gestaltung des Verkehrs rund um den Globus. Dieser Wandel ist trotz der Unsicherheiten im Bereich Energieversorgung weiter im Aufwind und offensichtlich nicht aufzuhalten.

Neben den Aspekten des Fahrzeugbetriebs selbst gibt es jedoch noch eine Menge weiterer Fragen zur Nachhaltigkeit, die es zu beantworten gilt. Wie etwa steht es um die Nachhaltigkeit der Herstellung all jener Teile und Komponenten, die in die entsprechende Fahrzeugtechnik einfliessen? Die Beantwortung dieser Frage ist abhängig vom Stellenwert von nachhaltigen Praktiken beim jeweiligen Zulieferer. Dätwyler engagiert sich seit Jahren proaktiv im Hinblick auf die weitere Förderung seiner Nachhaltigkeitsstrategie, der höchste Priorität beigemessen wird.
Unsere ESG-Landschaft mit
zwölf Schwerpunktbereichen
In unserem Nachhaltigkeitsbericht für 2021 geben wir einen Überblick über die konkreten Erfolge in unseren zwölf
ESG-Schwerpunktbereichen zur Nachhaltigkeitssteigerung. Wir arbeiten in diesem Zusammenhang zielorientiert und
mit interdisziplinären Projektteams. So verankern wir die verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekte langfristig in unserer
Organisation.
Klimaneutraler Betrieb 2030
Wissenschaftsbasierte Ziele
Ökodesign
Lifecycle-Orientierung, nachhaltige Produkte
Ressourcenschonende Produktion
Abfall, Wasser, Materialien
Nachhaltige Beschaffung
ESG-konforme Prozesse, nachhaltige Lösungen durch die Lieferkette
Bevorzugter Arbeitgeber
Mitarbeiterengagement und -zufriedenheit, Positionierung als Arbeitgeber, Diversität & Integration
Wertorientierte Zusammenarbeit mit Kunden
Interaktionen, Zusammenarbeit, positiver sozialer Einfluss
Sichere und gesunde Arbeitnehmende
Engagement für Nachhaltigkeit
Ehrenamtliche Tätigkeiten für Unternehmen, Kunden, Gesellschaft
Transparenz
Berichterstattung, Standards, Bewertungen
Compliance und Ethik
Menschenrechte, Verhaltenskodex, Richtlinien, proaktive Chemikalien Compliance
Diversität des Verwaltungsrats und der Konzernleitung
Verpflichtungen
Budget & Ressourcen, Prinzipien, Mitgliedschaften, Vergütung
Reduktion der relativen CO2-
Emissionen und des Verbrauchs in
MWh in den letzten fünf Jahren.
Konkrete Beispiele für unser Engagement in Sachen Umwelt sind unser reduzierter Wasserverbrauch, der in den
vergangenen sechs Jahren um rund 30% gesunken ist sowie auch der Umstieg zahlreicher Standorte auf elektrischen
Strom aus erneuerbaren Quellen. Unsere CO2-Emissionen bezogen auf den Umsatz gegenüber 2020 wurden dadurch
um 14,2% und zum vierten Mal in Folge reduziert (Bereiche 1 + 2).
Ökodesign berücksichtigt den Aspekt Umweltschutz in allen Phasen des Produktentwicklungsprozesses.
Bis 2030 möchten wir ein klimaneutraler Betrieb werden und dabei das von der Science Based Targets-Initiative (SBTi) vorgegebenen Ziel zur Reduzierung der Temperatur um 1,5°C verfolgen. Ausserdem wollen wir alle neuen Produktentwicklungen bis 2023 unserer Ökodesign-Prüfung unterziehen.
Die Europäische Umweltagentur definiert Ökodesign als Integration von Umweltaspekten in den Produktentwicklungsprozess, um einen Ausgleich zwischen ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen zu erzielen. Dazu werden in alle Schritte des Produktentwicklungsprozesses Umweltüberlegungen mit einbezogen. Die Produkte sollen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg so umweltfreundlich wie möglich sein.

Unsere vier strategischen Prioritäten, zu denen auch die Förderung der Nachhaltigkeit gehört.
Für uns umfasst echtes Ökodesign darüber hinaus auch das wissenschafts- und prozessbasierte Verständnis und die Beachtung der wesentlichen Auswirkungen eines Produkts während seiner gesamten Lebensdauer, und das vom Rohstoff bis zum Ende der Produktlebensdauer. Wir konzentrieren uns folglich nicht nur auf die Produktion, sondern auf eine ganze Reihe von Parametern, die wir analysieren und optimieren können. Darunter finden sich beispielsweise Treibhausgase, Energie, Giftstoffe und Wasser.
Die Beachtung von Ökodesign-Grundsätzen setzt eine umfassende technische und organisatorische Expertise voraus. Die angemessene Umsetzung kann zu völlig neuen Denkansätzen führen.
Unsere Kunden profitieren von unserem vorausschauenden Ökodesign, in dem in ihren Produkten besonderes sichere und nachhaltige Elastomermischungen im Einsatz sind und aufwändige Umformulierungen von Elastomermischungen auch langfristig sehr unwahrscheinlich sind.
Unser Engagement in den Bereichen kontinuierliche Verbesserung und Nachhaltigkeit repräsentiert unsere strategische Zielrichtung. Dieses stellen wir mit den genannten Nachhaltigkeitsinitiativen und vielen anderen Massnahmen unter Beweis.

Auch die weltweit renommierte Ratingagentur EcoVadis hat unsere Leistungen kürzlich anerkannt und uns zum vierten Mal in Folge mit Silber ausgezeichnet. Dätwyler gehört damit zu den besten 15% von über 90‘000 Unternehmen aus 160 Ländern, die EcoVadis bewertet. Darüber hinaus sind wir seit 2009 Mitglied des UN Global Compact und in den beiden SPI-ESG-Indizes der Schweizer Börse (SIX) vertreten.
Näheres zu unserem Nachhaltigkeitsansatz erfahren Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2021.